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Erasmus+

EU programme for education, training, youth and sport

Der Inhalt des Programmleitfadens „Erasmus+ 2022“ wird auf dieser Website noch nicht abgebildet. Sie können den vollständigen Leitfaden für 2022 aber als PDF-Datei in der Sprache Ihrer Wahl über „Download“ rechts auf dieser Seite herunterladen.

Kooperationspartnerschaften

Das vorrangige Ziel von Kooperationspartnerschaften besteht darin, es Organisationen zu ermöglichen, die Qualität und Relevanz ihrer Aktivitäten zu erhöhen, ihre Partnernetzwerke auszubauen und zu stärken und ihre Fähigkeit zu verbessern, auf transnationaler Ebene gemeinsam tätig zu werden, indem sie die Internationalisierung ihrer Tätigkeiten fördern, neue Verfahren und Methoden austauschen oder entwickeln sowie Ideen austauschen und sich mit ihnen auseinandersetzen. Sie sollen die Entwicklung, den Transfer und/oder die Umsetzung von Innovationen und von gemeinsamen Initiativen zur Förderung der Zusammenarbeit, des Peer-Learning und des Erfahrungsaustauschs auf der europäischen Ebene unterstützen. Die Ergebnisse sollten weiterverwendbar, übertragbar und hochskalierbar sein und nach Möglichkeit eine ausgeprägte transdisziplinäre Dimension aufweisen. Es wird erwartet, dass die ausgewählten Projekte die Ergebnisse ihrer Aktivitäten auf lokaler, regionaler, nationaler und transnationaler Ebene teilen.

Kooperationspartnerschaften sind in den Prioritäten und politischen Rahmenkonzepten der einzelnen Erasmus+-Bereiche auf europäischer wie nationaler Ebene verankert und zielen zugleich darauf ab, Anreize für eine sektorübergreifende und horizontale Zusammenarbeit in Themenbereichen zu schaffen.

ZIELE DER AKTION

Kooperationspartnerschaften zielen auf Folgendes ab:

  • Verbesserung der Qualität der Arbeit, der Aktivitäten und der Praktiken der beteiligten Organisationen und Einrichtungen, Öffnung für neue Akteure, die naturgemäß nicht zu ein und demselben Sektor gehören
  • Aufbau der Kapazitäten von Organisationen für die transnationale und sektorübergreifende Arbeit
  • Berücksichtigung gemeinsamer Bedürfnisse und Prioritäten in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport
  • Förderung von Transformation und Wandel (auf individueller, institutioneller oder sektoraler Ebene) mit dem Ergebnis von Verbesserungen und neuen Ansätzen, und zwar entsprechend dem Kontext der jeweiligen Organisation

 

WELCHE KRITERIEN MÜSSEN FÜR DIE BEANTRAGUNG EINER KOOPERATIONSPARTNERSCHAFT ERFÜLLT SEIN?

Um für eine Erasmus+-Finanzhilfe in Betracht zu kommen, müssen Projektvorschläge für Kooperationspartnerschaften die folgenden Kriterien erfüllen:

FÖRDERKRITERIEN

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsteller kann jede teilnehmende Organisation sein, die in einem Programmland ansässig ist. Die betreffende Organisation stellt den Antrag im Namen aller am Projekt beteiligten Organisationen.

Welche Arten von Organisationen können an dem Projekt teilnehmen?

An einer Kooperationspartnerschaft kann jede öffentliche oder private Organisation teilnehmen, die in einem Programmland oder einem beliebigen Partnerland weltweit (siehe Abschnitt „Förderfähige Länder“ in Teil A dieses Leitfadens) ansässig ist.[1] In Programmländern ansässige Organisationen können entweder als Projektkoordinator oder als Partnerorganisation teilnehmen. Organisationen in Partnerländern können nicht als Projektkoordinator fungieren.

Unabhängig von dem Bereich, auf den sich das Projekt konkret bezieht, stehen Kooperationspartnerschaften allen Organisationen offen, die in einem beliebigen Teilbereich der Bereiche allgemeine und berufliche Bildung, Jugend, Sport oder anderer sozioökonomischer Sektoren tätig sind oder sich bereichsübergreifend engagieren (z. B. lokale, regionale und nationale Behörden, Anerkennungs- und Validierungszentren, Handelskammern, Handelsorganisationen, Beratungszentren und Sport- und Kulturorganisationen).

Je nach der Priorität und den Zielsetzungen des Projekts sollten an einer Kooperationspartnerschaft die am besten geeigneten Partner mit möglichst vielfältigem Hintergrund beteiligt sein, damit die verschiedenen Erfahrungen, Profile und spezifischen Fachkenntnisse genutzt und relevante und hochwertige Ergebnisse erzielt werden können.

Beteiligung assoziierter Partnerorganisationen

Zusätzlich zu den Organisationen, die offiziell an dem Projekt teilnehmen (der Koordinator und die Partnerorganisationen), können an Kooperationspartnerschaften auch andere Partner aus dem öffentlichen oder privaten Sektor beteiligt sein, die zur Durchführung spezifischer Projektaufgaben/-aktivitäten beitragen oder die Bekanntmachung und Nachhaltigkeit des Projekts unterstützen.

Im Rahmen eines Erasmus+-Projekts werden diese Partner als „assoziierte Partner“ bezeichnet. Vertraglich gesehen und unter dem Aspekt der Förderfähigkeit gelten sie nicht als Projektpartner und erhalten im Rahmen des Projekts keine Mittel aus dem Programm. Damit jedoch ihre Rolle innerhalb der Partnerschaft verständlich wird und ein Gesamtbild für den Vorschlag verfügbar ist, muss ihre Beteiligung am Projekt und an den verschiedenen Aktivitäten im Projektvorschlag klar beschrieben werden.

Anzahl und Profil der teilnehmenden Organisationen

Eine Kooperationspartnerschaft ist ein transnationales Projekt, an dem mindestens drei Organisationen aus drei unterschiedlichen Programmländern beteiligt sein müssen.

Die Anzahl der an einer Partnerschaft teilnehmenden Organisationen ist nach oben nicht begrenzt. Bei Vorschlägen für Kooperationspartnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, die von den nationalen Erasmus+-Agenturen dezentral verwaltet werden und sich auf ein Finanzierungsmodell stützen, das auf Einheitskosten beruht, gilt für das Budget für die Verwaltung und Durchführung von Projekten eine Obergrenze (in Höhe von zehn teilnehmenden Organisationen).

Zum Zeitpunkt der Antragstellung müssen alle teilnehmenden Organisationen benannt werden.

Grundsätzlich fördern Kooperationspartnerschaften die Zusammenarbeit zwischen Organisationen in Programmländern. Allerdings kommen auch Organisationen aus Partnerländern als Partner (nicht jedoch als Antragsteller) in Betracht, wenn ihre Beteiligung an dem Projekt mit einem wesentlichen Mehrwert verbunden ist.

Abgedeckte Prioritäten

Um für eine Förderung in Betracht zu kommen, müssen Kooperationspartnerschaften entweder:

  • mindestens eine horizontale Priorität

und/oder

  • mindestens eine spezifische Priorität abdecken, die für den am stärksten betroffenen Teilbereich der Bereiche allgemeine und berufliche Bildung, Jugend oder Sport relevant ist.

Bei Projekten in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, die von den nationalen Erasmus+-Agenturen dezentral verwaltet werden, können die nationalen Agenturen diejenigen dieser Prioritäten, die in ihrem jeweiligen nationalen Kontext besonders relevant sind, stärker berücksichtigen („europäische Prioritäten im nationalen Kontext“). Nationale Agenturen müssen potenzielle Antragsteller über ihre offiziellen Websites ordnungsgemäß informieren.

Ort der Aktivitäten

Alle Aktivitäten der Kooperationspartnerschaften müssen in den Ländern der Organisationen durchgeführt werden, die am Projekt als vollwertige oder assoziierte Partner beteiligt sind.

Sofern dies im Hinblick auf die Ziele oder die Durchführung des Projekts ordnungsgemäß begründet wird, gilt darüber hinaus Folgendes:

  • Aktivitäten können auch an dem Ort stattfinden, an dem ein Organ der Europäischen Union seinen Sitz hat[2], selbst wenn an dem Projekt keine Organisation aus dem Gastland dieses Organs beteiligt ist.
  • Aktivitäten zur Weitergabe und Verbreitung der Ergebnisse können auch auf einschlägigen themenbezogenen transnationalen Veranstaltungen/Konferenzen in Programm- oder Partnerländern durchgeführt werden.

Projektdauer

Zwischen 12 und 36 Monaten.

Die Dauer muss bei der Antragstellung je nach Projektzielen und Art der im betreffenden Zeitraum geplanten Aktivitäten gewählt werden.

Die Dauer einer Kooperationspartnerschaft kann auf begründeten Antrag des Begünstigten und mit Zustimmung der nationalen Agentur oder der Exekutivagentur verlängert werden, sofern die Gesamtdauer 36 Monate nicht überschreitet. Die Verlängerung hat jedoch keine Auswirkungen auf die Gesamthöhe der Finanzhilfe.

Wo ist der Antrag zu stellen?

Für Partnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, eingereicht von einer Organisation in diesen Bereichen mit Ausnahme europäischer NRO:

  • Bei der nationalen Agentur des Landes, in dem die antragstellende Organisation ansässig ist.

Für Partnerschaften im Sportbereich und für Partnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, eingereicht durch europäische NRO[3]:

  • Bei der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur in Brüssel.
    • Sport – Kennnummer der Aufforderung: ERASMUS-SPORT-2021-SCP
    • Europäische NRO – Kennnummer der Aufforderung:
      • ERASMUS-EDU-2021-PCOOP-ENGO
      • ERASMUS-YOUTH-2021-PCOOP-ENGO

In beiden Fällen kann ein und dasselbe Partnerkonsortium nur einen einzigen Antrag je Frist stellen, und zwar nur bei einer einzigen Agentur.[4]

Wann ist der Antrag zu stellen?

Für Partnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, eingereicht von einer Organisation in diesen Bereichen mit Ausnahme europäischer NRO:

  • Für Projekte, die zwischen dem 1. November und dem 28. Februar des folgenden Jahres beginnen, müssen Antragsteller ihren Finanzhilfeantrag bis zum 20. Mai 12:00:00 Uhr (Mittag Brüsseler Zeit) des betreffenden Jahres einreichen.

Für Partnerschaften im Bereich Jugend, eingereicht von einer Organisation in diesem Bereich mit Ausnahme europäischer NRO:

  • Möglichkeit einer weiteren Antragsrunde:

Die nationalen Agenturen können eine zweite Antragsrunde durchführen, für die die Bestimmungen dieses Leitfadens ebenfalls gelten. Die nationalen Agenturen informieren dann auf ihren Webseiten über diese Möglichkeit.

Im Fall einer zweiten Antragsrunde müssen Antragsteller für Projekte, die zwischen dem 1. März und dem 31. Mai des folgenden Jahres beginnen, ihren Finanzhilfeantrag bis zum 3. November 12:00:00 Uhr Uhr (Mittag Brüsseler Zeit) des betreffenden Jahres einreichen.

Für Partnerschaften im Sportbereich und für Partnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, eingereicht durch europäische NRO:

  • Antragsteller müssen ihren Antrag bis zum 20. Mai des betreffenden Jahres um 17:00:00 Uhr (Brüsseler Zeit) einreichen.

Förderfähige Lern-, Lehr- und Schulungsaktivitäten

Die Partnerschaft kann Lern-, Lehr- und Schulungsaktivitäten für Personal, Jugendarbeiter, Lernende und junge Menschen organisieren, um die Projektdurchführung und die Verwirklichung der Projektziele zu unterstützen.

Die Lern-, Lehr- und Schulungsaktivitäten können jede für das Projekt relevante Form annehmen und Teilnehmer unterschiedlicher Art – einzeln oder als Gruppe – einbeziehen. Das Format und der Zweck der vorgeschlagenen Aktivitäten sowie die Art und Anzahl der Teilnehmer sind im Rahmen des Projektantrags zu beschreiben und zu begründen.

Förderfähige Teilnehmer an Lern-, Lehr- und Schulungsaktivitäten umfassen:

  • Lehrendes und nicht lehrendes Personal[5], etwa Lehrkräfte (auch im Hochschulbereich), Ausbilder und sonstiges in den teilnehmenden Organisationen tätiges Personal
  • Jugendarbeiter
  • eingeladene Lehrkräfte und Experten aus nicht teilnehmenden Organisationen
  • Auszubildende, Lernende in der beruflichen Bildung, Hochschulstudierende[6], erwachsene Lernende und Schüler aus teilnehmenden Organisationen
  • junge Menschen aus Ländern der teilnehmenden Organisationen
  • Sportpersonal wie Trainer, Manager oder Übungsleiter Sportler Schiedsrichter

Antragstellende Organisationen werden anhand der relevanten Ausschluss- und Auswahlkriterien bewertet. Weitere Informationen sind Teil C dieses Leitfadens zu entnehmen.

EINRICHTUNG EINES PROJEKTS

Ein Projekt im Rahmen einer Kooperationspartnerschaft besteht aus vier Phasen, die bereits vor der Auswahl des Projektvorschlags für die Förderung beginnen: Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung. Die teilnehmenden Organisationen und die Teilnehmer an den Aktivitäten sollten in allen Phasen eine aktive Rolle spielen und so ihre Lernerfahrung verbessern.

  • Planung (Festlegung der Bedürfnisse, der Ziele, der Projekt- und Lernergebnisse, der Aktivitätsformate, des Zeitplans usw.)
  • Vorbereitung (Planung der Aktivitäten, Erstellung des Arbeitsprogramms, praktische Vorkehrungen, Bestätigung der Zielgruppe(n) für die vorgesehenen Aktivitäten, Abschluss von Vereinbarungen mit Partnern usw.)
  • Durchführung der Aktivitäten
  • Nachbereitung (Bewertung der Aktivitäten und ihrer Wirkung auf unterschiedlichen Ebenen, Weitergabe und Nutzung der Projektergebnisse)

Bei der Konzeption des Projekts zu berücksichtigende horizontale Aspekte:

Neben der Erfüllung der formalen Kriterien und dem Abschluss einer nachhaltigen Kooperationsvereinbarung mit allen Projektpartnern können die folgenden Elemente dazu beitragen, die Wirkung und die hochwertige Umsetzung von Kooperationspartnerschaften in den verschiedenen Projektphasen zu steigern. Die Antragsteller werden aufgefordert, diese Möglichkeiten und Faktoren bei der Gestaltung von Projekten für Kooperationspartnerschaften zu berücksichtigen.

Ökologische Nachhaltigkeit

Die Projekte sollten umweltfreundlich gestaltet werden und grüne Praktiken in alle Aspekte einbeziehen. Die Organisationen und Teilnehmer sollten bei der Konzeption des Projekts einen umweltfreundlichen Ansatz verfolgen, der alle Beteiligten dazu anregt, über Umweltfragen zu diskutieren und mehr darüber zu erfahren, sie zum Nachdenken darüber veranlasst, was auf den verschiedenen Ebenen getan werden kann, und Organisationen und Teilnehmer dabei unterstützt, alternative umweltfreundlichere Wege zur Durchführung der Projektaktivitäten zu finden.

Inklusion und Vielfalt

Mit dem Programm Erasmus+ sollen Chancengleichheit und gleicher Zugang, Inklusion und Fairness bei allen Aktionen gefördert werden. Zur Umsetzung dieser Grundsätze wurde eine Strategie für Inklusion und Vielfalt entwickelt, um mehr Teilnehmer aus einer größeren Vielfalt von Verhältnissen zu erreichen, insbesondere Teilnehmer mit geringeren Chancen, die mit Hindernissen für die Teilnahme an europäischen Projekten konfrontiert sind. Organisationen sollten barrierefreie und inklusive Projektaktivitäten konzipieren, bei denen die Ansichten von Teilnehmern mit geringeren Chancen berücksichtigt und diese Teilnehmer während des gesamten Prozesses in die Entscheidungsfindung einbezogen werden.

Digitale Dimension

Virtuelle Zusammenarbeit und Experimente mit virtuellen und integrierten Lernangeboten sind für erfolgreiche Kooperationspartnerschaften von zentraler Bedeutung. Insbesondere bei Projekten in den Bereichen Schul- und Erwachsenenbildung wird nachdrücklich empfohlen, für die Zusammenarbeit vor, während und nach den Projektaktivitäten die Plattformen eTwinning, School Education Gateway und EPALE zu nutzen. Bei Projekten im Jugendbereich wird nachdrücklich empfohlen, für die Zusammenarbeit vor, während und nach den Projektaktivitäten das Europäische Jugendportal und die EU-Jugendstrategieplattform zu nutzen.

GEWÄHRUNGSKRITERIEN

Relevanz des Projekts

(Höchstpunktzahl 30 Punkte)

Inwieweit

  • ist der Vorschlag relevant für die Ziele und Prioritäten der Aktion. Darüber hinaus wird der Vorschlag als äußerst relevant angesehen, wenn er
    • die Priorität „Inklusion und Vielfalt“ abdeckt
    • bei Projekten, die von den nationalen Erasmus+-Agenturen dezentral verwaltet werden: eine oder mehrere der von der nationalen Agentur verkündeten „europäischen Prioritäten im nationalen Kontext“ abdeckt
  • sind das Profil, die Erfahrung und die Aktivitäten der teilnehmenden Organisationen relevant für den Bereich, auf den sich der Antrag bezieht
  • beruht der Vorschlag auf einer fundierten und angemessenen Bedarfsanalyse
  • ist der Vorschlag dazu geeignet, Synergieeffekte zwischen verschiedenen Teilbereichen der Bereiche allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport zu schaffen, oder hat er potenziell eine starke Wirkung auf einen oder mehrere dieser Teilbereiche
  • ist der Vorschlag innovativ
  • ergänzt der Vorschlag andere von den teilnehmenden Organisationen bereits durchgeführte Initiativen
  • erbringt der Vorschlag einen Mehrwert auf EU-Ebene durch Ergebnisse, die nicht erzielt werden könnten, wenn die Aktivitäten in einem einzelnen Land durchgeführt würden

Qualität der Projektkonzeption und -durchführung

(Höchstpunktzahl 20 Punkte)

Inwieweit

  • sind die Projektziele klar definiert und realistisch und tragen den Bedürfnissen und Zielen der beteiligten Organisationen und den Bedürfnissen der Zielgruppen Rechnung
  • ist die vorgeschlagene Methodik klar, angemessen und realisierbar
  • ist der Projektarbeitsplan klar, vollständig und wirksam und sieht angemessene Phasen für die Vorbereitung, Durchführung und Weitergabe der Projektergebnisse vor
  • ist das Projekt kostenwirksam und weist angemessene Mittel für die einzelnen Aktivitäten zu
  • werden geeignete Maßnahmen zur Qualitätskontrolle, Überwachung und Evaluierung vorgeschlagen, die gewährleisten, dass das Projekt in hoher Qualität, fristgerecht und unter Einhaltung des finanziellen Rahmens durchgeführt wird
  • sind die Aktivitäten barrierefrei und inklusiv konzipiert und stehen Menschen mit geringeren Chancen offen
  • sind digitale Instrumente und Lernmethoden in das Projekt integriert, um die physischen Aktivitäten zu ergänzen und die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen zu verbessern
    • Falls Erasmus+-Online-Plattformen in dem Arbeitsbereich/den Arbeitsbereichen der teilnehmenden Organisationen vorhanden sind: inwieweit werden in dem Projekt die Erasmus+-Onlineplattformen (eTwinning, EPALE, School Education Gateway, Europäisches Jugendportal, EU-Jugendstrategieplattform) als Instrumente für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Projektaktivitäten genutzt
  • ist das Projekt umweltfreundlich gestaltet und bezieht grüne Praktiken in die verschiedenen Projektphasen ein

Projekte mit Schulungs-, Lehr- oder Lernaktivitäten:

  • inwieweit sind diese Aktivitäten für die Projektziele geeignet und weisen ein angemessenes Teilnehmerprofil und eine ausreichende Teilnehmerzahl auf
  • Qualität der praktischen Regelungen, des Managements und der Unterstützungsangebote bei Lern-, Unterrichts- und Ausbildungsaktivitäten
  • Qualität der Regelungen zur Anerkennung und Validierung der Lernergebnisse der Teilnehmer gemäß den Grundsätzen der europäischen Transparenz- und Anerkennungsinstrumente

Qualität der Partnerschaft und der Kooperations­vereinbarungen

(Höchstpunktzahl 20 Punkte)

 

Inwieweit

  • weist das Projekt eine angemessene Mischung in Bezug auf das Profil, die bisherige Programmerfahrung und das Fachwissen der teilnehmenden Organisationen auf, um alle Projektziele erfolgreich zu verwirklichen
  • bezieht das Projekt neue Programmteilnehmer und weniger erfahrene Organisationen in die Aktion ein
  • verdeutlicht die vorgeschlagene Aufgabenverteilung das Engagement und die aktive Mitwirkung aller teilnehmenden Organisationen
  • beinhaltet der Vorschlag wirksame Mechanismen zur Koordinierung und Kommunikation der teilnehmenden Organisationen untereinander und mit anderen maßgeblichen Akteuren
  • erbringt die Beteiligung einer teilnehmenden Organisation aus einem Partnerland (sofern dies zutrifft) einen wesentlichen Mehrwert für das Projekt (Ansonsten wird die teilnehmende Organisation aus einem Partnerland zum Zeitpunkt der Bewertung vom Projektvorschlag ausgeschlossen.)

Wirkung

(Höchstpunktzahl 30 Punkte)

Inwieweit

  • enthält der Projektvorschlag konkrete und logische Schritte zur Integration der Projektergebnisse in die reguläre Arbeit der teilnehmenden Organisationen
  • hat das Projekt potenziell eine positive Wirkung auf die Teilnehmer und die teilnehmenden Organisationen sowie auf die breitere Gemeinschaft
  • können die erwarteten Projektergebnisse potenziell außerhalb der am Projekt teilnehmenden Organisationen während und nach der Projektlaufzeit und auf lokaler, regionaler, nationaler oder europäischer Ebene genutzt werden
  • enthält der Projektvorschlag konkrete und wirksame Schritte, um die Projektergebnisse innerhalb der teilnehmenden Organisationen bekannt zu machen, die Ergebnisse an andere Organisationen und die Öffentlichkeit weiterzugeben und öffentlich auf die Finanzierung durch die Europäische Union hinzuweisen
    • inwieweit wird in dem Projektvorschlag (sofern relevant) erläutert, wie die erstellten Materialien, Dokumente und Medien durch freie Lizenzen ohne unverhältnismäßige Einschränkungen kostenlos zugänglich gemacht und beworben werden
  • umfasst der Projektvorschlag konkrete und wirksame Schritte, um die Nachhaltigkeit des Projekts und seine Fähigkeit zu gewährleisten, auch nach Ausschöpfung des EU-Zuschusses weiterhin Wirkung zu entfalten und Ergebnisse zu erzielen

Projekte kommen nur dann für eine Förderung in Betracht, wenn sie mindestens 60 Punkte erreichen. Außerdem muss jeweils mindestens die Hälfte der Höchstpunktzahl in jeder der oben genannten Kategorien von Gewährungskriterien erreicht werden (d. h. mindestens 15 Punkte in den Kategorien „Relevanz des Projekts“ und „Wirkung“ und 10 Punkte in den Kategorien „Qualität der Konzeption und der Durchführung des Projekts“ und „Qualität der Partnerschaft und der Kooperationsvereinbarungen“).

Bei Kooperationspartnerschaften, die von der Exekutivagentur verwaltet werden, erhalten im Fall von Ermessensentscheidungen die Anträge Priorität, die zunächst in der Kategorie „Relevanz des Projekts“ und anschließend in der Kategorie „Wirkung“ die höchste Punktzahl erzielen.

WELCHE REGELN BESTEHEN FÜR DIE FINANZIERUNG?

Je nach Art der Kooperationspartnerschaft und je nachdem, wo der Antrag eingereicht wird (nationale Erasmus+-Agenturen in den Programmländern oder die in Brüssel ansässige Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA)) beruhen die Vorschläge auf einem anderen Budgetmodell. Diese Modelle werden nachstehend erläutert.

  1. Vorschläge für Kooperationspartnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend[7], die von den nationalen Erasmus+-Agenturen verwaltet werden:

Das vorgeschlagene Finanzierungsmodell umfasst eine ganze Palette an Kostenpositionen, aus der Antragsteller die Positionen auswählen können, die für die von ihnen beabsichtigten Aktivitäten und die angestrebten Ergebnisse von Bedeutung sind. Die erste Position „Projektmanagement und ‑durchführung“ kommt bei allen Formen von Kooperationspartnerschaften in Betracht, da sie Bestandteil der Kosten sind, die bei allen Projekten anfallen. Kooperationspartnerschaften können auch eine spezielle Finanzierung für die Organisation von „transnationalen Projekttreffen“ beantragen. Die anderen Kostenpositionen können nur in Verbindung mit Projekten ausgewählt werden, mit denen in Bezug auf die Projektergebnisse, die Verbreitung oder die Einbeziehung von Lehr-, Schulungs- und Lernaktivitäten greifbarere Ziele verfolgt werden. Soweit durch die Aktivitäten und Ergebnisse eines Projekts gerechtfertigt, können auch außergewöhnliche Kosten sowie die Kosten in Verbindung mit der Beteiligung von Menschen mit geringeren Chancen übernommen werden.

Der Gesamtförderbetrag ist variabel und beträgt für Projekte mit einer Laufzeit von mindestens 12 Monaten und höchstens 36 Monaten mindestens 100 000 EUR und höchstens 400 000 EUR.

Die detaillierten Tabellen zu den Finanzierungsregeln mit den geltenden Sätzen und Haushaltsposten, aus denen sich das Budget dieser Art von Projekten zusammensetzt, sind dem Abschnitt „Geltende Finanzierungsregeln für Vorschläge für Kooperationspartnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend[8], die von den nationalen Erasmus+-Agenturen dezentral verwaltet werden“ zu entnehmen.

  1. Vorschläge für Kooperationspartnerschaften in den Bereichen:
  • Sport oder
  • allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, die von einer europäischen NRO eingereicht

und von der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) in Brüssel verwaltet werden:

Das vorgeschlagene Finanzierungsmodell besteht aus drei zur Auswahl stehenden einmaligen Pauschalbeträgen, die dem Gesamtbetrag der Finanzhilfe für das Projekt entsprechen: 120 000 EUR, 250 000 EUR und 400 000 EUR. Die Antragsteller wählen zwischen den drei vorab festgelegten Beträgen je nach den beabsichtigten Aktivitäten und angestrebten Ergebnissen:

Bei der Planung ihrer Projekte müssen die antragstellenden Organisationen -–zusammen mit ihren Projektpartnern -– den einmaligen Pauschalbetrag wählen, der am besten geeignet ist, die Kosten ihrer Projekte entsprechend ihren Bedürfnissen und Zielen zu decken. Wird das Projekt für eine Förderung ausgewählt, so wird der beantragte Pauschalbetrag zum Gesamtförderbetrag.

Die Vorschläge müssen eine Beschreibung der Aktivitäten enthalten, zu deren Durchführung sich die Antragsteller unter Verwendung des beantragten Pauschalbetrags verpflichten, und den Grundsätzen der Sparsamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Wirksamkeit genügen.

Anforderungen je nach Pauschalbetrag

  1. Bei Finanzhilfen in Höhe von 120 000 EUR oder 250 000 EUR:

Die Vorschläge müssen eine Bedarfsanalyse und Angaben zur Verteilung der Aufgaben und des Budgets auf die Projektpartner enthalten. Ebenfalls anzugeben sind der Zeitplan für die Durchführung der einzelnen Arbeitspakete und Aktivitäten im Rahmen des Projekts sowie die Frist für die Vorlage der Arbeitsergebnisse des Projekts.

In der Projektbeschreibung ist zwischen Projektmanagement und Arbeitspaketen für die Umsetzung des Projekts zu unterscheiden. Die Antragsteller müssen die Projektaktivitäten in „Arbeitspakete“ aufteilen. Jedes Arbeitspaket muss mit konkreten Zielen, Meilensteinen und Arbeitsergebnissen verknüpft sein. Den Antragstellern wird empfohlen, ihre Projekte in höchstens 5 Arbeitspakete, einschließlich des Arbeitspakets für das Projektmanagement, aufzuteilen.

  1. Bei Finanzhilfen in Höhe von 400 000 EUR:

Die Projektbeschreibung muss eine detaillierte Projektmethodik mit einer klaren Verteilung der Aufgaben und den finanziellen Vereinbarungen zwischen den Partnern, einen detaillierten Zeitplan mit Meilensteinen und den wichtigsten Arbeitsergebnissen sowie Angaben zum Überwachungs- und Kontrollsystem und zu den Instrumenten für eine fristgerechte Durchführung der Projektaktivitäten enthalten.

Die Antragsteller müssen die Projektaktivitäten in „Arbeitspakete“ aufteilen. Jedes Arbeitspaket muss mit konkreten Zielen, Meilensteinen und Arbeitsergebnissen verknüpft sein. Den Antragstellern wird empfohlen, ihre Projekte in höchstens 5 Arbeitspakete, einschließlich des Arbeitspakets für das Projektmanagement, aufzuteilen.

Im Rahmen der Vorschläge müssen Mechanismen für die Qualitätssicherung und Überwachung sowie eine Bewertungsstrategie ausgearbeitet werden. Zur Bewertungsstrategie gehört auch die Festlegung eines Katalogs quantitativer und qualitativer Indikatoren zur Bewertung des Stands der Verwirklichung dieser Ziele.

Auszahlung der Finanzhilfe

Die Abschlusszahlung wird entsprechend der Anzahl der organisierten Aktivitäten und abgeschlossenen Arbeitspakete geleistet, und zwar im Rahmen des in der Finanzhilfevereinbarung festgesetzten Höchstbetrags der Finanzhilfe sowie unbeschadet der Anwendung der Artikel, die speziell die Zahlungsbedingungen und die Kürzung der Finanzhilfe betreffen.

GELTENDE FINANZIERUNGSREGELN FÜR VORSCHLÄGE FÜR KOOPERATIONSPARTNERSCHAFTEN IN DEN BEREICHEN ALLGEMEINE UND BERUFLICHE BILDUNG UND JUGEND[9], DIE VON DEN NATIONALEN ERASMUS+-AGENTUREN VERWALTET WERDEN:

Der Finanzrahmen des Projekts (in EUR) ist unter Beachtung der folgenden Finanzierungsregeln zu erstellen:

Maximale Förderung:

ein variabler Betrag von bis zu 400 000 EUR

Die Begünstigten können die gesamte für das Projekt empfangene EU-Finanzhilfe während der gesamten Projektlaufzeit und entsprechend der chronologischen Abfolge der laut Arbeitsplan notwendigen Aktivitäten völlig flexibel einsetzen.

Budgetkategorie

Förderfähige Kosten und anwendbare Regeln

Betrag

Projektmanagement und ‑durchführung

Projektmanagement (z. B. Planung, Finanzen, Koordinierung und Kommunikation zwischen Partnern); Lern-, Lehr- und Schulungsmaterialien, ‑instrumente, ‑konzepte usw. von geringerem Umfang; virtuelle Zusammenarbeit und lokale Projektaktivitäten (z. B. Projektarbeit mit Lernenden, Aktivitäten in der Jugendarbeit, Organisation und Betreuung integrierter Lern-/Schulungsaktivitäten); Information, Bekanntmachung und Verbreitung von Projektergebnissen (durch Broschüren, Prospekte, Websites usw.).

Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten.

Zuweisungsregel: nach der Dauer der Kooperationspartnerschaft und der Anzahl der teilnehmenden Organisationen.

Unterstützung für Aktivitäten der koordinierenden Organisation:

500 EUR pro Monat

Maximal 2750 EUR pro Monat

Unterstützung für Aktivitäten der anderen teilnehmenden Organisationen:

250 EUR pro Organisation und Monat

Transnationale Projekttreffen

Teilnahme an Treffen der Projektpartner zu Durchführungs-und Koordinierungszwecken. Zuschuss zu den Reise- und Aufenthaltskosten.

Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten.

Zuweisungsregel: nach der Entfernung und Anzahl der Personen.

Der Antrag muss vom Antragsteller begründet und von der nationalen Agentur genehmigt werden. Der Antragsteller muss die Entfernung zwischen dem Herkunftsort und dem Ort der Aktivität[10] mithilfe des Entfernungsrechners der Europäischen Kommission[11] angeben.

Entfernungen zwischen 100 und 1999 km

575 EUR pro Teilnehmer und Treffen

Entfernungen von 2000 km und mehr:

760 EUR pro Teilnehmer und Treffen

Projektergebnisse

Ergebnisse des Projekts in Form greifbarer Arbeitsergebnisse (beispielsweise Lehrpläne, pädagogische Materialien und Materialien für die Jugendarbeit, freie Lehr- und Lernmaterialien, IT-Tools, Analysen, Studien und Methoden des Peer-Learning).

Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten.

Zuweisungsregel: Es wird davon ausgegangen, dass Personalkosten für Manager und Verwaltungskräfte bereits unter „Projektmanagement und ‑durchführung“ erfasst sind. Zur Vermeidung von Überschneidungen mit diesem Posten müssen Antragsteller Art und Umfang der ausgewiesenen Personalkosten in Bezug auf jedes im Vorschlag vorgesehene Ergebnis begründen.

Nur Ergebnisse von erheblicher Qualität und von erheblichem Umfang können im Rahmen dieser Position gefördert werden. Es sollte nachgewiesen werden, dass die Ergebnisse potenziell weitergehend genutzt und verwertet sowie eine entsprechende Wirkung entfalten können.

Tabelle B1.1 pro Manager und Arbeitstag für das Projekt

Tabelle B1.2 pro Forscher/Lehrkraft/Ausbilder/Jugendarbeiter und Arbeitstag für das Projekt

Tabelle B1.3 pro Techniker und Arbeitstag für das Projekt

Tabelle B1.4 pro Verwaltungskraft und Arbeitstag für das Projekt

Multiplikatoren­veranstaltungen

Beitrag zu den Kosten im Zusammenhang mit nationalen und transnationalen Konferenzen, Seminaren und Veranstaltungen (in physischer oder virtueller Form) zum Zweck der Weitergabe und Verbreitung der Projektergebnisse (ohne Reise- und Aufenthaltskosten der Vertreter der an dem Projekt teilnehmenden Organisationen).

Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten.

Zuweisungsregel: Unterstützung für Multiplikatorenveranstaltungen wird nur gewährt, wenn diese in unmittelbarem Zusammenhang mit den im Rahmen des Projekts erzielten Ergebnissen stehen. Projekte, die keine Finanzhilfe für Projektergebnisse erhalten, können auch keine Unterstützung für die Organisation von Multiplikatorenveranstaltungen bekommen.

100 EUR pro lokalen Teilnehmer

(d. h. Teilnehmer aus dem Land, in dem die Veranstaltung stattfindet)

Höchstens 30 000 EUR pro Projekt, davon maximal 5000 EUR pro Projekt für virtuelle Veranstaltungen

200 EUR pro internationalen Teilnehmer (d. h. Teilnehmer aus anderen Ländern)

15 EUR pro Teilnehmer an virtuellen Veranstaltungen

Inklusions­unterstützung

Kosten in Verbindung mit der Beteiligung von Teilnehmern mit geringeren Chancen.

Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten.

Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Teilnehmer mit geringeren Chancen.

100 EUR pro Teilnehmer

Zusätzliche Kosten, die unmittelbar mit Aufwendungen für Teilnehmer mit geringeren Chancen und ihre Begleitpersonen verbunden sind (einschließlich gerechtfertigter Aufenthalts- und Reisekosten, sofern für diese Teilnehmer keine Finanzhilfe in den Kategorien „Reisekosten“ und „individuelle Unterstützung“ beantragt wird).

Finanzierungsmechanismus: tatsächliche Kosten.

Zuweisungsregel: Der Antrag muss vom Antragsteller begründet und von der nationalen Agentur genehmigt werden.

100 % der förderfähigen Kosten

Außergewöhnliche Kosten

Zuschuss zu den tatsächlichen Kosten der Beschäftigung von Unterauftragnehmern oder der Beschaffung von Waren und Leistungen.

Kosten für die Bereitstellung von Finanzsicherheiten, falls die nationale Agentur dies anfordert.

Hohe Reisekosten von Teilnehmern, auch bei Nutzung von umweltfreundlichen, emissionsärmeren Verkehrsmitteln.

Finanzierungsmechanismus: tatsächliche Kosten.

Zuweisungsregel: Der Antrag muss vom Antragsteller begründet und von der nationalen Agentur genehmigt werden. Die Vergabe von Unteraufträgen muss mit Leistungen in Zusammenhang stehen, die von den teilnehmenden Organisationen aus hinreichend berechtigten Gründen nicht selbst erbracht werden können. Es werden keine Mittel für Standard-Bürogeräte und ‑einrichtungen gewährt, die die teilnehmenden Organisationen ohnehin bei ihrer täglichen Arbeit nutzen würden.

80 % der förderfähigen Kosten.

Maximal 50 000 EUR pro Projekt (ohne Kosten für die Bereitstellung einer Finanzsicherheit)

Zusätzliche Mittel für Lern-, Lehr- und Schulungsaktivitäten

Budgetkategorie

Förderfähige Kosten und anwendbare Regeln

Betrag

Reisekosten­unterstützung

Zuschuss zu den Kosten, die den Teilnehmern, einschließlich der Begleitpersonen, für die Reise von ihrem Herkunftsort zum Ort der jeweiligen Aktivität und zurück entstehen

Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten

Zuweisungsregel: nach der Entfernung und Anzahl der Personen.

Der Antragsteller muss die Entfernung zwischen dem Herkunftsort und dem Ort der Aktivität[12] mithilfe des Entfernungsrechners der Europäischen Kommission angeben.[13]

Entfernung

Herkömmliches Reisen

Umweltfreund­liches Reisen

0–99 km

23 EUR

 

100–499 km

180 EUR

210 EUR

500–1999 km

275 EUR

320 EUR

2000–2999 km

360 EUR

410 EUR

3000–3999 km

530 EUR

610 EUR

4000–7999 km

820 EUR

 

8000 km und mehr

1500 EUR

 

Individuelle Unterstützung

Unmittelbar mit dem Aufenthalt während der Aktivität verbundene Kosten.

Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten.

Zuweisungsregel: nach der Dauer des Aufenthalts pro Teilnehmer, einschließlich der Begleitpersonen (bei Bedarf), sowie einschließlich eines Reisetags vor der Aktivität und eines Reisetags im Anschluss daran.

Individuelle Unterstützung kann bis zu einer Aktivitätsdauer von 365 Tagen gewährt werden. Der Antrag auf Übernahme dieser Kosten muss auf dem Antragsformular begründet werden.

Grundbetrag für Personal und Jugendarbeiter: 106 EUR

Grundbetrag für Lernende und junge Menschen: 58 EUR

Der Grundbetrag ist bis zum 14. Tag der Aktivität zu zahlen. Der zu zahlende Satz entspricht 70 % des Grundbetrags ab dem 15. Tag der Aktivität und 50 % des Grundbetrags ab dem 60. Tag der Aktivität. Die zu zahlenden Sätze werden auf den nächsten ganzen Euro gerundet.

Sprachliche Unterstützung

Kosten in Verbindung mit der Unterstützung, die die Teilnehmer erhalten, um ihre Kenntnisse der im Unterricht oder bei der Arbeit verwendeten Sprache zu verbessern.

Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten.

Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Teilnehmer und nur für Aktivitäten mit einer Dauer zwischen zwei und zwölf Monaten.

Der Antrag auf Übernahme dieser Kosten muss auf dem Antragsformular begründet werden.

150 EUR pro Teilnehmer (für Teilnehmer, die Unterstützung zur sprachlichen Vorbereitung benötigen)

Tabelle A – Projektergebnisse (Beträge in EUR pro Tag)

Die gewährte Unterstützung kann ausschließlich zur Deckung der Personalkosten der am Projekt teilnehmenden Organisationen für das Erzielen von Projektergebnissen verwendet werden.[14] Die Höhe der Beträge ist abhängig: a) vom Profil des am Projekt beteiligten Personals und b) vom Land der teilnehmenden Organisation, deren Personal an dem Projekt beteiligt ist.

 

Manager

Lehrkraft/ Aus­bilder/ For­scher/ Jugend­arbeiter

Techniker

Verwaltungs­personal/ Freiwillige

 

B1.1

B1.2

B1.3

B1.4

Dänemark, Irland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweden, Liechtenstein, Norwegen

294

241

190

157

Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Finnland, Island

280

214

162

131

Tschechische Republik, Griechenland, Spanien, Zypern, Malta, Portugal, Slowenien

164

137

102

78

Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Ungarn, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Republik Nordmazedonien, Türkei

88

74

55

47

Tabelle B – Projektergebnisse (Beträge in EUR pro Tag)

Die gewährte Unterstützung kann ausschließlich zur Deckung der Personalkosten der am Projekt teilnehmenden Organisationen für die Erzeugung von Projektergebnissen verwendet werden.[15] Die Höhe der Beträge ist abhängig: a) vom Profil des am Projekt beteiligten Personals und b) vom Land der teilnehmenden Organisation, deren Personal an dem Projekt beteiligt ist.

 

Manager

Lehrkraft/ Ausbilder/ Forscher/ Jugendarbeiter

Techniker

Verwaltungs­personal

 

B1.1

B1.2

B1.3

B1.4

Australien, Kanada, Katar, Kuwait, Macao, Monaco, San Marino, Schweiz, Vereinigte Staaten von Amerika

294

241

190

157

Andorra, Brunei, Japan, Neuseeland, Singapur, Vatikanstaat, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich

280

214

162

131

Bahamas, Bahrain, Hongkong, Israel, Korea (Republik), Oman, Saudi-Arabien, Taiwan

164

137

102

78

Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Angola, Antigua und Barbuda, Äquatorialguinea, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Bangladesch, Barbados, Belarus, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Botsuana, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Cabo Verde, Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, Republik Côte d'Ivoire, Dschibuti, Dominica, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Eritrea, Eswatini, Fidschi, Gabun, Gambia, Georgien, Ghana, Grenada, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Jamaika, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Kamerun, Kasachstan, Kenia, Kirgisistan, Kiribati, Kolumbien, Komoren, Kongo, Kongo (Demokratische Republik), Korea (Demokratische Volksrepublik), Kosovo, Kuba, Laos, Lesotho, Libanon, Liberia, Libyen, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Marokko, Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mexiko, Mikronesien (Föderierte Staaten), Moldau, Mongolei, Montenegro, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nauru, Nepal, Nicaragua, Niger, Nigeria, Niue, Pakistan, Palau, Palästina, Panama, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Ruanda, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und Grenadinen, Salomonen, Sambia, Samoa, São Tomé und Príncipe, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Sri Lanka, Südafrika, Sudan, Südsudan, Suriname, Syrien, Tadschikistan, Tansania, Thailand, Timor-Leste (Demokratische Republik), Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tunesien, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Uruguay, Usbekistan, Vanuatu, Venezuela, Vietnam, völkerrechtlich anerkanntes Hoheitsgebiet der Ukraine, völkerrechtlich anerkanntes Hoheitsgebiet Russlands, Zentralafrikanische Republik

88

74

55

39

  1. Hochschuleinrichtungen in einem Programmland, die an einer Kooperationspartnerschaft teilnehmen möchten, müssen über eine gültige Erasmus-Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verfügen. Hochschuleinrichtungen in Partnerländern benötigen keine Erasmus-Charta, müssen sich aber zur Einhaltung der Grundsätze der Charta verpflichten. –

    Für die Zwecke dieser Aktion gelten informelle Gruppen junger Menschen nicht als Organisation und kommen daher nicht für eine Teilnahme (weder als Antragsteller noch als Partner) in Betracht.

  2. Die Organe der Europäischen Union haben ihren Sitz in Brüssel, Den Haag, Frankfurt, Luxemburg und Straßburg.

  3. Die Definition einer europäischen NRO für die Zwecke des Programms Erasmus+ findet sich in „Teil D – Glossar“ dieses Leitfadens.

  4. Dies schließt sowohl die nationalen Erasmus+-Agenturen als auch die in Brüssel ansässige Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) ein.

  5. Im Bereich der Schulbildung umfasst dies pädagogisches Personal, das in Schulen tätig ist, wie Schulinspektoren, Schulberater, pädagogische Berater, Psychologen usw.

  6. Im Bereich der Hochschulbildung müssen Studierende in einer teilnehmenden Hochschuleinrichtung immatrikuliert sein und ein Fach studieren, das zu einem anerkannten akademischen Grad oder sonstigen anerkannten tertiären Bildungsabschluss bis hin zur Promotion führt.

  7. Davon ausgenommen sind Vorschläge, bei denen der Antragsteller eine europäische NRO in einem der genannten Bereiche ist. Diese Antragsteller müssen die Finanzierung zentral, und zwar bei der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) in Brüssel, beantragen. Die Definition einer europäischen NRO für die Zwecke des Programms Erasmus+ findet sich in „Teil D – Glossar“ dieses Leitfadens.

  8. Davon ausgenommen sind Vorschläge, bei denen der Antragsteller eine europäische NRO in einem der genannten Bereiche ist. Diese Antragsteller müssen die Finanzierung zentral, und zwar bei der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) in Brüssel, beantragen. Die Definition einer europäischen NRO für die Zwecke des Programms Erasmus+ findet sich in „Teil D – Glossar“ dieses Leitfadens.

  9. Davon ausgenommen sind Vorschläge, bei denen der Antragsteller eine europäische NRO in einem der genannten Bereiche ist. Diese Antragsteller müssen die Finanzierung zentral, und zwar bei der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) in Brüssel, beantragen. Die Definition einer europäischen NRO für die Zwecke des Programms Erasmus+ findet sich in „Teil D – Glossar“ dieses Leitfadens.

  10. Beispiel: Wenn eine Person aus Madrid (Spanien) an einer Aktivität in Rom (Italien) teilnimmt, sind folgende Schritte durchzuführen: Berechnung der Entfernung zwischen Madrid und Rom (1365,28 km) und anschließend Auswahl der entsprechenden Entfernungsspanne (d. h. zwischen 500 und 1999 km).    

  11. https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/resources/distance-calculator_de

  12. Beispiel: Wenn eine Person aus Madrid (Spanien) an einer Aktivität in Rom (Italien) teilnimmt, sind folgende Schritte durchzuführen: Berechnung der Entfernung zwischen Madrid und Rom (1365,28 km) und anschließend Auswahl der entsprechenden Entfernungsspanne (d. h. zwischen 500 und 1999 km).    

  13. https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/resources/distance-calculator_de

  14. Im Hochschulbereich sind die Kosten für Personal, das von Fakultäten der durch die ECHE akkreditierten begünstigten Hochschuleinrichtungen beschäftigt wird, unter der Kostenkategorie „Projektergebnisse“ förderfähig.

  15. Im Hochschulbereich sind die Kosten für Personal, das von Fakultäten der durch die ECHE akkreditierten begünstigten Hochschuleinrichtungen beschäftigt wird, unter der Budgetkategorie „Projektergebnisse“ förderfähig.